I. Der  Handpressendruck

Druck mit der Reiberpresse

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Der Handpressendruck direkt vom Stein auf einer Reiberpresse ist die klassische und handwerklichste Art lithographische Blätter herzustellen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts  finden Pressen wie oben abgebildet Verwendung. Die Papierformate ergeben sich zumeist aus dem Büttenbogenmaß von 108 cm x 76 cm. Das Teilen des Bogens erfolgt idealerweiße durch Reißen mit einer Schiene oder einem Falzbein. Die Handpresse kommt bevorzugt bei feinen Kreide- oder Tuschlavurzeichnungen sowie bei der Schabmanier zur Anwendung. Letztere Technik lässt sich ausschließlich mit den klassischen Werkzeugen wie einer rauhen Lederwalze, Federfarbe und gefeuchtetem Büttenpapier umsetzten. Sehen Sie dazu Rolf Münzner, der Meister der Schabmanier. Prinzipiell arbeitet der Künstler direkt auf dem Stein bzw. der Zinkplatte (siehe Abs. III), d.h. die Drucktechnik ist das vom Künstler verwandte Mittel mit all ihren Möglichkeiten aber auch Einschränkungen. Das Endprodukt ist das bedruckte Blatt. Dieses ist somit zweifelsfrei ein Original. Für die gleichbleibende Qualität der einzelnen Blätter in der limitierten Auflage trägt der Drucker die Verantwortung. Ist eine Auflage gedruckt, unterziehen wir jedes Blatt einer strengen Qualitätskontrolle. Sind alle Kriterien erfüllt, prägen wir unser Siegel, ein gespiegeltes R in die linke, untere Ecke des Blattes. Ihre Garantie für ein wertvolles Produkt. A

Rosentreter & ReinickeAAA

II. Der Druck von der OffsetandruckpresseAAA

Druck von Stein auf der AndruckpresseAAA

Der indirekte Abzug vom Stein über ein flexibles Gummituch wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts praktiziert. Ursprünglich war man motiviert starre Bedruckstoffe wie Blech zu bedrucken. Jedoch bringt diese Technik einen entscheidenden Vorteil auch für den künstlerischen Gebrauch mit sich. Die Zeichnung, welche im besten Falle vom Künstler direkt auf den Stein gebracht wird, muss nun nicht mehr seitenverkehrt angelegt werden. Das Gummituch nimmt die Druckfarbe und somit das Motiv seitenverkehrt auf und gibt es seitenrichtig an das zu bedruckende Papier ab. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Büttenpapier auf Grund der Anschmiegsamkeit des Gummituchs nicht gefeuchtet werden muss. Dieses Verfahren ermöglicht ein sehr effizientes Arbeiten bei mehrfarbigen Darstellungen.

Unser maximales zu verarbeitendes Papierformat ist 85 cm x 65 cm.

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III. Der Druck von Zinkplatten

Druck mit Zinkplatten

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Als schon von Alois Senefelder gesuchte Alternative zum schwergewichtigen Stein boten sich zwei Metalle an: Aluminium und Zink. Diese sind ebenso wie der Stein amphiphil veranlagt, d.h. sie sind fähig Fett und Wasser gleichermaßen gern anzunehmen und taugen aus diesem Grund zur Verwendung  als lithographische Druckform, bei der die zeichnungsfreien Partien während des Druckvorgangs einen dünnen Wasserfilm tragen müssen, so dass sich diese nicht mit der Druckfarbe verbinden. Wir arbeiten mit Platten für Bildformate von 70 cm x 100 cm. (Ein Stein dieser Größe wiegt ca. 140 kg.) Somit sind wir in der Lage das gesamte Bogenformat von 108 cm x 76 cm zu bedrucken.

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IV. Der CrystalrasterdruckA

Crystalrasterdruck

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…ist die jüngste Weiterentwicklung auf dem Gebiet der lithographischen Flachdrucktechniken. Als Druckform dient hierbei eine lichtempfindlich beschichtete Aluminiumplatte. Belichtet wird heutzutage im sogenannten CtP-Verfahren, d.h. ein digital vorliegendes Motiv wird direkt vom Computer zu einer Druckplattenbelichtungs-und entwicklungsmaschine gesandt und ist nach wenigen Minuten druckfertig. Das Besondere am Crystalrasterdruck ist, dass ein stochastisches Raster verwendet wird. Dieses zeigt gegenüber herkömmlichen Rastersystemen kein logisch erkennbares Muster. Es zeichnet sich durch eine bessere Detailzeichnung und ein beinahe lückenloses Tonwertspektrum aus und sorgt so für eine authentische Wiedergabe des Originals. Die Abbildungen oben zeigen von links nach rechts das Original, eine von acht sehr aufwendig gearbeiteten Kohlezeichnungen von Alexander Schellbach, die Druckplatte und den fertigen Druck. Dieser ist auf Grund der Herstellungstechnik im Gegensatz zu den drei vorangegangenen Verfahren kein Original, vielmehr eine Reproduktion. Jedoch im besten Sinne des Wortes. Die Kohlezeichnung wurde einzig für eine geringe Auflage digital verarbeitet, um ein hochwertiges eigenständiges Druckerzeugnis zu erhalten.

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Weiter!

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